Was sind die größten Keimschleudern im Haushalt

Keime kann man überall finden. Der Mensch hat sie auf der Haut sowie im Körper und überträgt sie durch Niesen, Husten oder andere Formen des Körperkontakts. Tiere schaffen es sogar, Keime von einem anderen Ende der Welt zum anderen zu verbreiten. Laut reviewberry.de ist die Türklinke, die Armlehne im Bus oder der Griff des Einkaufswagens im Laden, allesamt übersät mit Keimen. Im Vergleich zu der menschlichen Angst vor Autounfällen, Zigarettenrauch oder einer ungesunden Ernährung wird die Gefahr der Keimbelastung gerne übersehen.

Was sind Keime?

Keime sind Mikroorganismen, vermutlich da sie mit dem bloßen Auge nicht zu sehen sind, wird ihnen wenig Bedeutung geschenkt.
Solche Mikroorganismen setzten sich aus den bekannten Viren, Pilzen und Bakterien sowie den Archaea, Protozoen und Mikroalgen zusammen. Alle haben die gleiche Gemeinsamkeit, sind extrem klein.

Die Mikroorganismen können für die Umwelt und die Menschen positive sowie negative Wirkungen auslösen. Unter der Bezeichnung Keime versteht man allerdings Mikroorganismen, die auf die Gesundheit des Menschen lebensbedrohliche Auswirkungen haben können.

Die häufigsten Keimschleudern im Haushalt

Die Fernbedienung

Grundsätzlich macht es hierbei natürlich einen Unterschied, ob es sich hierbei um die Fernbedienung daheim dreht oder in einem fremden Hotelzimmer. Im Hotelzimmer kann man schwer beurteilen, wer die Fernbedienung vorher schon alles angefasst hat, ob sie regelmäßig gereinigt wird oder ob jemand der krank war, sie in den Händen hatte. Die Fernbedienung sollte als potenzielle Keimschleuder nicht unterschätzt werden.

Gartenerde

Vor allem, wenn man mit einer offenen Wunde an der Hand, mit Gartenerde, arbeitet, ist diese als Keimschleuder anzusehen. Die Eitererreger können durch die offene Wunde dadurch ins Blut gelangen und Krankheiten hervorrufen, die schlimme Folge mit sich bringen können. Diese können von einer schweren Infektion bis hin zu einer Blutvergiftung sein. Aus diesen Gründen ist es ratsam, mit der Gartenarbeit so lange zu warten, bis die Wunde verheilt ist.

Bettwäsche

Auch dass ein Bett eine Keimschleuder sein kann, wird gerne vergessen. Dabei können sich hier verschiedenste Bakterien und Bettwanzen finden lassen. Schließlich trägt man den Schmutz des Tages mit ins Bett, falls davor nicht geduscht wurde, schwitzen nachts oder husten. Um diesem vorzubeugen, ist es wichtig, regelmäßig die Bettwäsche zu wechseln. Zusätzlich kann man Allergien oder Hautirritationen vorbeugen, wenn die Bettwäsche alle ein bis zwei Wochen gewechselt wird.

Toilettenspülknopf

Auch wenn sich auf dem Deckel und dem Sitz der Toilette viele Bakterien ansammeln, werden genau diese Bereiche mit deutlich mehr Bedacht gereinigt als die Spültaste. Aus diesem Grund ist die Toilette an sich auch nicht die größte Keimschleuder, sondern eher er Spülknopf. Was eben daran liegt, dass dieser nicht so sorgfältig gereinigt wird der Rest der Toilette, was falsch ist, denn genau dort sollte am gründlichsten geputzt werden. Der Spülknopf wird nämlich immer direkt nach dem Toilettengang betätigt, also noch bevor man sich die Hände gewaschen hat. Dabei werden dann Erkältungskeime, Darmbakterien oder Grippeviren auf der Taste verteilt.

Lichtschalter und Türklinken

Zu den Dingen ein Mensch mehrmals am Tag anfasst zählen sämtliche Türklinken und Lichtschalter, dennoch denkt kaum einer daran, diese auch regelmäßig zu reinigen. Genau diese Stellen sollten aber bei der Putzroutine mit aufgenommen werden, gerade hier werden immer wieder verschiedenste Keime abgelegt und verteilt. Sei es, wenn man von der Arbeit oder dem Einkaufen kommt, oder davor noch in einem öffentlichen Verkehrsmittel war, an diesen Orten hat man alles Mögliche angefasst. Türklinken und Lichtschalter sollten somit mindestens einmal in der Woche gereinigt werden.

Wie kann man Keimen vorbeugen?

Um sich selbst und auch andere vor Krankheitserregern schützen zu können, sollte man sich regelmäßig und gründlich die Hände waschen. Durch das gründliche Waschen der Hände kann man die Anzahl der Keime an den Händen erheblich senken. Dadurch wird auch das Risiko verringert, dass Erreger durch die Nahrungsaufnahme in den Mund, Nase oder Augen gelangen können und dadurch an, weitere Familienmitglieder, Kollegen oder Freunde weiterverbreitet werden. Gerade in Zeiten von Krankheitswellen ist dies besonders wichtig.

Damit keine Krankheitserreger weiterverbreitet werden und somit auch andere vor einer Ansteckung geschützt werden können, ist es wichtig eine bestimmte Etikette einzuhalten.

Es sollte sichergestellt werden, dass beim Niesen oder Husten mindestens einen Meter Abstand von anderen Personen eingehalten werden kann, am besten dreht man sich dabei auch weg. Am geeignetsten ist es, wenn man in ein Taschentuch hustet oder niest, das Tuch sollte dann aber auch nur einmal benutzt werden und danach in einen Mülleimer geworfen werden.
Ist das Taschentuch aus Stoff, sollte es nach der Benutzung bei 60 Grad gewaschen werden. Was immer, als Grundregel gelten sollte, ist zudem, dass nach jedem Niesen oder Nase putzen die Hände gründlich gewaschen werden, ist kein Taschentuch zur Hand, sollte bevorzugt in die Armbeuge genießt oder gehustet werden.

Hygiene bei der Wäsche

Damit man beim Wäschewaschen nicht nur den sichtbaren Schmutz entfernt, sondern auch die Mikroorganismen. Ist es wichtig, auf die Art des Waschmittels sowie die Wassertemperatur zu achten.

Handtücher, Putztücher, Waschlappen, Spüllappen sowie Unterwäsche und Bettwäsche sollten immer bei mindestens 60 Grad mit Vollwaschmittel gewaschen werden. Handelt es sich lediglich um normale Oberbekleidung, kann auch eine niedrigere Temperatur gewählt werden. Zusätzlich einen Hygienespüler zu nutzen, ist unnötig. Damit sich in der Waschmaschine keine Mikroorganismen ansiedeln können, ist es wichtig, die Maschine etwa einmal in der Woche bei mindestens 60 Grad laufen zu lassen.

Hygiene in der Küche

Viele Keime schaffen es, auf Gegenständen und Flächen eine Zeit lang zu überleben, in feuchtem Milieu vermehren sich Bakterien besonders gut. Um solch eine Vermehrung zu vermeiden, sollte nicht nur bei der Zubereitung von, Speisen, sondern auf eine grundlegende Hygiene in der Küche geachtet werden.

Besteck und Geschirr sollten mit Spülmittel und warmen Wasser oder in der Spülmaschine bei 60 Grad gereinigt werden, wird von Hand, gespült, sollte dies möglichst zeitig nach der Mahlzeit geschehen, denn Keime vermehren sich bei Zimmertemperatur sehr schnell.

Für den Fußboden, die Arbeitsflächen und das Geschirr sollten getrennte Reinigungstücher verwendet werden, Geschirrtücher und Lappen sollten zudem zum Trocknen ausgebreitet werden und regelmäßig bei 60 Grad gewaschen werden. Die Spülbürste kann regelmäßig in der Spülmaschine mitgewaschen werden. Die Verwendung von Schwämmen ist weniger geeinigt, falls doch, sollten sie regelmäßig ausgetauscht werden. Um keimbelastete Lebensmittelrückstände aufzuwischen, eignen sich Einmaltücher besonders gut.

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